Der Körper

von | InSights


“Wenn du es nicht in deinem Körper findest, wohin willst du dann gehen, um es zu suchen?” (Aus den Upanischaden)

Unser Körper ist das einzige, was uns unser ganzes Leben lang bleibt. Er ist das erste, was wir erhalten und das letzte, das wir dem Geber wieder zurückgeben müssen. Er ist unser Anker im Hier, unser Tor ins Jetzt. Der Körper ist immer hier und jetzt.

Unsere Geschichte ist Fantasie, unsere Zukunft ist Fantasie. Und wir projizieren ständig die Ängste aus unseren Geschichten auf unsere vermeintliche Zukunft. Das produziert unsere Ängste und die wiederum verursachen Spannungen im Körper. Und wir verpassen dabei den Augenblick – unser eigentliches Leben.

„Sehen sie, sie verhalten sich nicht zur Gegenwart, sondern zu einer Erinnerung. Das ist es. Sie meinen die Zukunft schon zu kennen durch Ihre Erinnerung. Drum wird es jedesmal dieselbe Geschichte.“ (Max Frisch in „Biografie, ein Spiel“)

Wann immer wir Spannungen in unserem Körper wahrnehmen, die nichts mit dem realen Augenblick zu tun haben, können wir sicher sein, dass wir uns mit einer Erinnerung identifizieren, die das Hier und Jetzt verschleiert und damit unser eigentliches Leben. Doch mit dem Gewahr-Werden der Spannung haben wir schon das Tor zum Hier und Jetzt, zu unserem eigentlichen Leben, gefunden. Wir müssen nur noch hindurch gehen…


Bild: © h.koppdelaney@ flickr.com – http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/

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