Übung macht den Meister?

von | InSights


In den letzten Wochen hatte ich eigentlich recht viel Zeit. So habe ich es mir auch kreiert – ich will ja nicht mehr nur arbeiten. Ich will doch in der Arbeit an mir vorwärts kommen. Und das bringt mich dann schon zum Thema.

Ich spüre immer wieder Unzufriedenheit in mir, wenn ich es nicht schaffe eine Clarity-Übung am Tag zu machen. Dabei bin ich im Laufe des Tages gedanklich oft dabei, meine Gefühle und Motivationen zu erforschen. Dazu braucht es doch keine festgesetzte Übung, sondern eine gedanklich Ausrichtung.

Den Wert des Übens und der sanften Disziplin sehe ich sehr deutlich. Und doch spüre ich, dass diese Disziplin auch ein Hindernis sein kann: eine Vorstellung, der ich nachjage und dabei das JETZT übersehe. Auch wenn meine Vorstellung dann eine spirituelle ist – sie ist eine Vorstellung, steht vor mir und damit versperrt sie mir die Sicht auf die Realität.

Gleichzeitig spüre ich, wie ein anderer Teil in mir sich jetzt die Hände reibt und sagt: das hab ich doch alles längst gewusst – ich kann doch also weitermachen wie bisher…

Da ist also meine spirituelle Eitelkeit die gegen meine Bequemlichkeit kämpft, der Junge in mir, der alles richtig machen will, der etwas größere Junge der alles noch besser machen will, der kleine Rebell, dem das alles auf den Geist geht und und und…

Und letztlich brauche ich das alles doch nur beobachten und sein lassen. Es ist für alles gesorgt und es gibt nichts zu tun.

Wie geht es Dir mit dem Üben?


Bild: © AlicePopkorn @ flickr.com – http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/

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Jeden Moment wirst du getragen und hast allen, was du zum Überleben brauchst. Jeru Kabbal - clarityproject.de

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