Autopilot


Sehen sie, sie verhalten sich nicht zur Gegenwart, sondern zu einer Erinnerung. Das ist es. Sie meinen die Zukunft schon zu kennen durch Ihre Erinnerung. Drum wird es jedesmal dieselbe Geschichte.

(Erich Fromm in Biografie – ein Spiel)


© h.koppdelaney @ flickr.com – http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/

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Autopilot — 2 Kommentare

  1. Das Unterbewusstsein gewinnt immer die Oberhand

    Wenn das Unterbewusstsein und das Bewusstsein im Widerspruch zueinander stehen, wird das Unterbewusstsein langfristig immer die Oberhand gewinnen. Es mag den Anschein haben, als beherrsche das Bewusstsein das Unterbewusstsein, doch das sieht nur so aus.
    Wir nennen dies Willenskraft: Wenn das Bewusstsein das Unterbewusstsein zu etwas zwingen versucht, das dieses nicht will. Willenskraft kann eine Weile funktionieren, aber nicht sehr lange.
    Das Unterbewusstsein wird den Kampf immer gewinnen, weil es stärker ist. Das kann auch auf direktem Wege geschehen, indem es psychosomatische Leiden verursacht.

    Angenommen, Sie sagen zu sich selbst: „Ich habe einen Job, der gut bezahlt ist. Ich habe eine tüchtige Sekretärin und leite eine eigene Abteilung. Meine Frau ist beeindruckt von meinem Erfolg, ihre Mutter sogar noch mehr, und auch den Nachbarn imponiere ich.“

    Alles klingt wunderbar. Doch tief in Ihrem Inneren klagt Ihr Unterbewusstsein vielleicht: „Mir gefällt diese Arbeit gar nicht, und ich kann meinen Chef nicht ausstehen. Jedes Mal, wenn ich eine gute Idee habe, macht er sich über mich lustig. Ich weiß, dass meine Kollegen mich anlügen, wenn sie so tun, als fänden sie mich sympathisch. Im Grunde ist es ein mieser Job…“ Und so weiter.

    Sie sind in sich gespalten: Einerseits finden Sie, dass ihr Job gut ist, andererseits, dass er mies ist. Sie behalten ihn, weil Ihr bewusstes Empfinden Ihnen suggeriert, es sei ein guter Job. Aber nach einer Weile treten gesundheitliche Probleme auf – vielleicht ein Magengeschwür. Ihr Arzt rät Ihnen dringend zu einigen Veränderungen, insbesondere, was Ihre Arbeitssituation anbelangt. Mit anderen Worten, er gibt Ihnen genau den Rat: Suchen Sie sich einen neuen Job. Und genau das tun Sie irgendwann, in dem Versuch, Ihr Leben zu retten.

    Was ist geschehen?

    Sie haben Ihren Job aufgegeben, der Ihrem Unterbewusstsein nicht gefiel. Das Unterbewusstsein hat bekommen, was es wollte. Dieser Prozess kann Monate oder auch Jahre dauern. Doch langfristig wird das Unterbewusstsein gewinnen, und Sie werden eine Veränderung anstreben.

    Auszug aus „Quantensprung zur Klarheit“ von Jeru Kabbal

    Um genau aus diesem Mechanismus auszusteigen, gibt es Mittel und Wege, um in die eigene Klarheit zu kommen.

    KLARHEIT leben bedeutet, in den Fluss deines Lebens zu kommen und dein Leben selbst zu gestalten. Auf dem Weg dahin erkennst du deine eigene Geschichte und lernst, alte Schmerzen und Verletzungen zu überwinden. Du befreist dich von deinen inneren Zwängen, erfährst inneren Frieden und beginnst, die Fülle des Lebens zu genießen.

    KLARHEIT leben bedeutet, in den Fluss mit anderen Menschen zu kommen und ihnen auf einer neuen Ebene begegnen zu können.

    KLARHEIT leben bedeutet, hier und jetzt, in diesem Moment, sich dem Leben hingeben und im Augenblick sein zu können.

    • „Ich will euch ein altes Gleichnis erzählen …

      Ein Bettler klopfte an das Tor des Palastes. Zufällig kam gerade der König heraus, um seinen Morgenspaziergang im Garten machen, und öffnete selbst das Tor. Der Bettler sagte: Heute scheint ein guter Tag für dich zu sein.« Der König sagte: »Für mich oder für dich?«
      Der Bettler sagte: »Das wird sich am Ende des Tages entscheiden. Ich bin ein Bettler, aber ich bitte dich nur um dies: Sieh diese Bettelschale. Kannst du sie mir anfüllen – mit was immer du willst?«
      Der Bettler sah ein wenig sonderbar aus. Er hatte Augen wie ein Mystiker und redete gar nicht wie ein Bettler, sondern wie ein Herrscher. Seine ganze Aura strahlte große Autorität aus.
      Der König befahl seinem Premierminister, die Schale des Bettlers mit Goldmünzen zu füllen, damit dieser sich erinnern würde, dass er bei einem König angeklopft und Glück gehabt hatte.
      Der Bettler lachte. Der König sagte: »Was ist?« Der Bettler sagte: »Bis zum Abend wird sich alles entscheiden.« Sein Verhalten war sonderbar, aber auch anziehend. Er war ein schöner Mensch.
      Und dann nahmen die Dinge ihren Lauf. Als der Premierminister einen Sack Goldmünzen brachte und die Schale damit füllen wollte, verschwand alles darin, doch die Schale blieb leer. Mehr und mehr Münzen … sämtliche Münzen aus der Schatzkammer wurden gebracht, und sie verschwanden alle. Allmählich lief die ganze Stadt zusammen, und die Neuigkeit verbreitete sich wie ein Lauffeuer:
      Der König sagte: »Alles, was du findest – Diamanten, Rubine, Smaragde – bringe sie, aber fülle dem Bettler seine Schale!« Doch alles verschwand darin, und die Schale blieb genauso leer wie zuvor.
      Schließlich hatte der König alles verloren. Es war Abend geworden. Den ganzen lag über hatte es große Aufregung in der ganzen Hauptstadt gegeben. Der König war beharrlich geblieben, aber nun hatte es keinen Sinn mehr; er hatte nichts mehr zu geben. Er fiel dem Bettler zu Füßen und fragte ihn nach dem Geheimnis der Schale. »Ist das eine Zauberschale? Es ist nun Abend, und du hast gesagt: „Bis zum Abend, bis zum Sonnenuntergang, wird sich alles entscheiden. Nun ist die Zeit gekommen, und in gewisser Weise hat sich alles entschieden, denn ein Bettler hat mich besiegt. Aber du bist kein gewöhnlicher Bettler. Ich will nur noch eines wissen: Was ist das Geheimnis dieser Bettelschale?“
      Der Bettler sagte: »Es ist kein Geheimnis. Jeder weiß das.
      Sieh dir die Bettelschale nur etwas genauer an. Sie ist aus dem Schädel eines Menschen gemacht.«
      Der König sagte: »Das verstehe ich nicht.«
      Der Bettler sagte: »Niemand versteht es. Im Schädel des Menschen ist sein Verstand. Du schüttest ununterbrochen alles hinein, und alles verschwindet. Er verlangt ständig mehr, aber er bleibt immer leer. Er bleibt immer ein Bettler; daran kannst du nichts ändern. Du kannst es nur verstehen und ihn loswerden. «

      Und das ist auch deine Situation.

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